Flug nach Travemünde und Lübeck (1,5 h) 250 €

Travemünde und Lübeck

Ein optisches Highlight ist der Überflug der Steilküste zwischen
Timmendorfer Strand und Travemünde.

Travemünde, mit der berühmten Passat und dem RoRo-Fähren-Hafen, ist aus der Vogelpersektive
ein reines Ostsee-Juwel!

Dieser 2,5 Stunden dauernde Flug beschert Ihnen jedoch auch den fantastischen Ausblick auf die geschichtsträchtige Skyline der Lübecker Altstadt.

Erleben Sie dieses Feuerwerk der verschiedensten Eindrücke mit bodengelösten Sinnen!





Lübeck...


... ist die flächenmäßig größte Stadt in Schleswig-Holstein und die Altstadt ist Teil des
UNESCO-Welterbes.


Die Lübecker selbst verstehen ihre Stadt der sieben Türme noch heute als das "Tor zum Norden".

Lübeck liegt auf einem Hügel in der norddeutschen Tiefebene an der unteren Trave,
einem schiffbaren Fluss, der etwa 17 km von der Altstadt entfernt im Stadtteil Travemünde in die Ostsee mündet.
Travemünde wurde bereits im 14. Jahrhundert von Lübeck erworben und seit 1801 als Seebad anerkannt.

Eine erste Besiedelung fand schon nach der Weichseleiszeit statt.

In der heutigen Lage auf dem Hügel Buku, Standort einer ehemaligen wendischen Burg zwischen Trave und Wakenitz, wurde die Stadt Lübeck 1143 durch Adolf II., Graf von Schauenburg und Holstein als erste deutsche Hafenstadt an der Ostsee gegründet. Er legte hier die erste dokumentarisch aufgeführte Lübecker Burg - einen Holz-Erde-Wall - an, welcher 1147 von Helmold von Bosau erwähnt wurde.

Nach einem Brand 1157 wurde Lübeck von Heinrich dem Löwen wiederaufgebaut, der hierfür seine Stadt Bardowick aufgab.
1160 erhielt Lübeck das Soester Stadtrecht. Dies war der Beginn der Kaufmannshanse.

Im Juni 1226 erlangte Lübeck von Kaiser Friedrich II. mit dem Reichsfreiheitsbrief dei Reichsfreiheit und wurde reichsunmittelbare Stadt. Die Stadt wuchs aufgrund der günstigen Lage und eines neuen Schiffstyp, der Hansekogge, rasant.

Die Bedrohung der Eigenständigkeit durch die dänische Machtausdehnung unter Waldemar II. wurde in der Schlacht bei Bornhöved erfolgreich abgewehrt.

Alsbald wurde Lübeck zum Hauptort der Hanse, die sich im 13.Jahrhundert zur Städtehanse wandelte und entwickelte sich zur zeitweise wichtigsten Handelsstadt im nördlichen Europa.
Es entstand der Verband der wendischen Städte unter Lübecks Führung.
Kaiser Ludwig der Bayer verlieh Lübeck 1340 das Goldmünzrecht.
Die ständigen Auseinandersetzungen mit Dänemark wurden mit dem Frieden von Stralsund beendet.

Im 14.Jahrhundert war Lübeck neben Köln und Magdeburg eine der größten Städte des Reichs.

Hamburg und Lübeck arbeiteten eng zusammen:
Während Hamburg den Nordseeraum und Westeuropa abdeckte, orientierte sich der Seeverkehr Lübecks nach Skandinavien und in den Ostseeraum bis nach Nowgorod (Peterhof).
Salz aus Lüneburg war einer der wichtigsten Lübecker Exportartikel. Es wurde benötigt,
um Fisch zu konservieren.

Der letzte Hansetag fand 1669 in Lübeck statt.

Mit dem Fortfall des Heiligen Römischen Reiches 1806 wurde Lübeck ein souveräner deutscher Staat. Jedoch erfolgte am 06.11.1806 in Folge der für Blücher vernichtenden Schlacht bei Lübeck im Rahmen des vierten Koalitionskrieges die Besetzung der neutralen Stadt durch die Truppen Napoleons unter Bernadotte, verbunden mit der den Handel lähmenden Durchsetzung der Kontinentalsperre.
Von 1811 bis 1813 fand sich Lübeck wider Willen vorübergehend als Teil des französischen Kaiserreiches wieder; es wurde "bonne ville de l´Empire francais" und "Arrondissement" im "Département des Bouches de l ´Elbe", die Stadt wurde zeitweilig von einem "Maire" und einem Munizipalrat regiert.

1815 wurde Lübeck auf dem Wiener Kongress als "Freie und Hansestadt Lübeck" völkerrechtlich souveränes Mitglied des Deutschen Bundes.

Durch das Groß-Hamburg-Gesetz verlor Lübeck 1937 seine 711 Jahre alte territoriale Eigenständigkeit und wurde Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein.

Im September 1941 wurden 605 Insassen der Heilanstalt Strecknitz auf Veranlassung der Nationalsozialisten abgeholt und ermordet.

Von den in Lübeck lebenden Juden waren bis 1939 über die Hälfte ausgewandert oder auf Binnenwanderung gegangen, die 203 Verbliebenen wurden teils am 6. Dezember 1941 mit einem Transport von 90 Personen in das Konzentrationslager Jungfernhof bei Riga verbracht, die letzten Transporte gingen 1942/43 in das Ghetto Theresienstadt. Nur drei Personen überlebten Deportation und Lager.
In der Nacht zum "Palmsonntag" vom 28.März auf den 29.März.1942 erfolgte der Luftangriff auf Lübeck. Lübeck wurde damit zur ersten deutschen Großstadt, die im Rahmen der kurz zuvor erlassenen britischen "Area Bombing Directive" angegriffen wurde. Das Zielgebiet bildete die dichtbewohnte mittelalterliche Altstadt. Bei dem Angriff wurden insgesamt 320 Menschen getötet und 1044 Gebäude zerstört oder beschädigt, unter ihnen die Marienkirche, die Petrikirche und der Dom.
Am 23.April.1945 traf Heinrich Himmler in Lübeck den schwedischen Grafen Folke Bernadotte, dem er ein Waffenstillstandsangebot unterbreitete. Präsident Harry S. Truman lehnte das Angebot ab. Die "British Army" besetzte Lübeck am 2.Mai.1945 kampflos, 42 Deutsche kamen ums Leben, weil die Engländer eine Gegenwehr vermuteten, die nicht gegeben war.
Am 3.Mai.1945 ereignete sich in der Lübecker Bucht eine besonders tragische Katastrophe der Seefahrt, als alliierte Flieger drei Schiffe, darunter die Cap Arcona versenkten, auf denen die "SS" KZ-Häftlinge eingepfercht hatte. Etwa 7000 bis 8000 Menschen kamen dabei ums Leben.
Weltweites Aufsehen erregte im September 1947 die Internierung der Emigranten der Exodus durch die britische Regierung in einem Lager in Lübeck-Kücknitz.

Nach 1945 vergrößerte sich Lübecks Einwohnerzahl durch Zuzug von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten erheblich. Bis 1989 blieb Lübeck Grenzstadt an der innerdeutschen Grenze.
In Schlutup befand sich dabei der nördlichste innerdeutsche Grenzübergang.



Travemünde...

... ist ein Stadtteil der Hansestadt Lübeck und liegt 20 km entfernt an der Mündung der Trave in die Lübecker Bucht der Ostsee.
Travemünde wurde 1187 gegründet. Bereits mit dem Lübecker Reichsfreiheitsbrief von 1226 hatte sich die Stadt Lübeck von Kaiser Friedrich II. die entscheidenden Rechte an Travemünde zusichern lassen. Damals kam der Priwall zu Travemünde.
1329 ging Travemünde endgültig in den Besitz der Stadt Lübeck über.
Travemünde war seit den Zeiten Heinrichs des Löwen stark befestigt, diese Befestigungen wurden 1807 geschleift.
1872 wurde Travemünde durch das Ostseesturmhochwasser stark beschädigt, zahlreiche Häuser fielen den Fluten zum Opfer.
Spuren der Sturmflut sind noch heute vereinzelt sichtbar.
1913 wurde Travemünde nach Lübeck eingemeindet.

Zwischen Kaiserallee und Steenkamp haben sich die Stadtplaner eine Pointe im Straßenbild erlaubt: Die Straßen "Backbord", "Steuerbord", "Mittschiffs" und "Achterdeck" sind so angeordnet, dass der Straßenverlauf das Bild eines Schiffs auf den Stadtplan zeichnet. Dieses "Schiff" im Stadtplan hat sogar ein Fallreep, mit dem es an der Kaiserallee angelegt ist. Zu diesem Schiffsthema gehören außerdem noch die Straßen "Im Beiboot" und "Am Heck".

Alljährlich findet unter der Federführung des Lübecker Yacht Clubs (LYC) vom Leuchtenfeld aus die "Travemünder Woche" statt,ähnlich der Kieler Woche.

Zu Travemünde gehört auch das Brodtener Ufer, eine eindrucksvolle, bis 20 m hohe Steilküste von etwa
4 km Länge. Dahinter liegt ein Golfplatz, der zu den Ältesten in Deutschland gehört und der
Hemmelsdorfer See, einer - von der Ostsee abgeschnittenen Förde - in der einstmals Napoleon einen geschützten Kriegshafen für sein Imperium anlegen wollte.

Am Rande des Passathafens am Priwall mit seinen Hunderten von Segeljachten liegt die Viermastbark Passat als Museumsschiff und Wahrzeichen. Die Passat wurde 1911 als
Getreide- und Salpetertransporter erbaut und 1959 von der Hansestadt Lübeck unter Denkmalschutz gestellt. Sie umsegelte neununddreißigmal Kap Horn und umrundete zweimal die Welt.
Sie kann besichtigt werden, hat drei Veranstaltungsräume und 98 Kojen.
Einst zählte sie zu den legendären Flying-P-Linern der Hamburger Reederei Laeisz. Als Verwandte des in Manhattan liegenden Museumsschiffes Peking ist sie auch Schwesterschiff der im Atlantik gesunkenen Pamir.
Das Wrack eines der Rettungsboote der Pamir liegt übrigens in der "St. Jakobikirche" am Koberg in Lübeck.
Zu den P-Linern gehören auch die Krusenstern, die früher Padua hieß und die Travemünde als aktives russisches Segelschulschiff im Rahmen der "Baltic-Sail" regelmäßig besucht.

Der Priwall war zudem Seeflugerprobungsstätte in Zweiten Weltkrieg.

Heute ist Travemünde immer noch das Tor nach Skandinavien und Russland, sowie Estland:
Mehrere Großfähren stellen diese Verbindung her.

Alter Leuchtturm

1539
wurde der Leuchtturm von holländischen Maurern aus Ziegelsteinen erbaut. Er ist rund 30 m hoch und besteht aus sechs Geschossen, die jeweils im Durchmesser abnehmen.
1827 wurde er vom Blitz getroffen, wobei die Spitze völlig abbrannte.
1903 wurde das Leuchtfeuer auf elektrisches Licht umgestellt.
Deutschlands dienstältester Leuchtturm stellte 1972 den Betrieb ein, weil die Sicht durch den Neubau eines Hochhauses verdeckt wurde.

Spielcasino

Das Gebäude wurde 1913/14 als "Städtischer Kursaal" bzw. "Konservationshaus" erbaut.
Das Travemünder Casino an der eleganten Kaiserallee mit der Bäderarchitektur der Jahrhundertwende ist eines der traditionsreichsten in Deutschland.
Im Jahr 1949 wurde das Spielcasino mit einer zunächst auf 10 Jahre befristeten Lizenz eröffnet.

Strandpromenade

Heute befindet sich hier die architektonisch wohl eindruckvollste Strandpromenade an der deutschen Küste.
Sie wurde 1904 eingeweiht. Der feinsandige Strand ist 4,5 km lang.
Die Strandpromenade geht über in die urige Kulisse des Brodtener Steilufers.